Google kauft Windkraftanlagen-Hersteller Makani Power

Google kauft Windkraftanlagen-Hersteller Makani Power

Flug-Windkraftanlage Makani Power

Mit Kleinwindanlage in 300 Metern Höhe Strom ernten

Der Technologiekonzern Google kauft einen Produzenten sogenannter Flug-Windkraftanlagen, deren Funktionsweise sich drastisch von herkömmlichen Windkraftwerken unterscheidet. Die Windturbinen von Makani Power starten mit einer Leistung von 30 kW und fallen somit auch in das Kleinwindkraft-Segment.

Funktionsweise der Flug-Windkraftanlagen von Makani Power

Anstatt auf einem statischen Mast befinden sich die Strom erzeugenden Rotoren von Makani Power auf einem kleinen  Fluggerät, welches einem Segelflugzeug ähnelt. Das Fluggerät wird über ein Seil mit der Basisstation am Boden verbunden. Die Flug-Windkraftanlage erreicht eine Höhe von rund 350 m und kann somit Windverhältnisse nutzen, von denen Großwindkraftanlagen weit entfernt sind. Mit steigender Höhe nimmt die mittlere Windgeschwindigkeit pro Jahr zu. Ab einer Höhe von rund 200 Metern hat die Erdoberfläche keinen Einfluss mehr auf die Windverhältnisse, Hindernisse bremsen den Wind nicht mehr aus. Flug-Windkraftwerke unterliegen optimalen Windbedingungen.  Vor allem bei Kleinwindanlagen mit typischen Masthöhen bis 30 Meter wirkt sich die Umgebung stark auf das Ertragspotenzial aus. Tipp: Mit dem Rechner für Kleinwindanlagen kann man die Zusammenhänge zwischen Standort-und Windbedingungen in Erfahrung bringen.

Fliegende Kleinwindanlage

Neue Technik: Fliegende Kleinwindanlagen

Wenn in 200 Meter Höhe eine Windgeschwindigkeit von 3,5 m/s erreicht wird, steigt das Fluggerät in die Höhe. Die Rotoren fungieren dann als Propeller, wie man es von herkömmlichen Flugzeugen kennt. Die Flug-Windturbine steigt kreisförmig zur gewünschten Höhe auf. Die Rotoren fangen an Strom zu produzieren, welcher über das Halteseilt zur Bodenstation abgeführt wird. Wenn die Windenergie für eine Stromproduktion zu gering ist, wird die Flug-Windkraftanlage zur Bodenstation gezogen.

Google investiert in Erneuerbare Energien

Google ist weit mehr als eine Suchmaschine, sondern ein Technologiekonzern, der nicht nur in Internet-Startups investiert. Das Engagement für Erneuerbare Energien durch Google hat viele Formen angenommen, wie man auf folgender Seite von Google in Erfahrung bringen kann. Sehr erfreulich, dass Google in ein Unternehmen investiert, welches auch Kleinwindanlagen abdeckt. Die 30 kW Flug-Windturbine von Makani könnte als dezentraler Stromproduzent eingesetzt werden. Es kämen auch solche Standorte in Frage, die für herkömmliche Kleinwindkraftanlagen beispielsweise aufgrund starker Bewaldung nicht geeignet sind.

Weitere Informationen
Makani Windower
Funktionsprinzip der Flug-Windturbine

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