Horizontale Windkraftanlagen

Horizontale Kleinwindkraftanlage

Horizontale Windturbinen sind Stand der Technik und anderen Bauformen in Bezug auf Effizienz, Wirtschaftlichkeit und technischer Verfügbarkeit überlegen. Das gilt für große wie für kleine Windkraftanlagen. Bei Kleinwindanlagen mit horizontaler Achse trifft man dagegen diverse Typen an.

Bei großen Windkraftanlagen hat sich im Laufe der Zeit ein Anlagentyp durchgesetzt, der durch seine Präsenz im Landschaftsbild vom Betrachter als typische Bauweise einer Windturbine wahrgenommen wird: Anlagen mit einer horizontalen Achse, drei Rotorblättern und mit einem gegen den Wind gerichteten Rotor mit aktiver Nachführung. Bei horizontalen Anlagen handelt es sich durchweg um Auftriebsläufer; die auf die Rotorblätter strömende Luft verursacht einen aerodynamischen Auftrieb durch das Vorbeiströmen am Blatt. Als wesentliches visuelles Merkmal treten die horizontale Achse und die Anzahl der Rotorblätter in Erscheinung.

Luv-Läufer und Lee-Läufer

Neben den gängigen Luv-Läufern treten auch Lee-Läufer in Erscheinung. Bei Luv-Läufern befinden sich die Rotorblätter in Windrichtung vor dem Mast, hinter dem Mast sitzt die Windfahne. Bei Lee-Läufern befinden sich die Rotoren hinter dem Mast.

Luvläufer - Leeläufer - Windenergieanlage

Anzahl der Rotorblätter

​Prinzipiell beeinflusst die Anzahl der Rotorblätter nicht die Fähigkeit einer Anlage, dem Wind Energie zu entnehmen. Die Anzahl der Rotorblätter beeinflusst die Geschwindigkeit der Rotordrehung und als Folge die Geräuschentwicklung. Eine Anlage mit weniger Rotorblättern läuft schneller. Während bei Großwindkraftanlagen nur Maschinen mit drei Flügeln zum Einsatz kommen, gibt es bei Kleinwindanlagen eine große Bandbreite. Aber auch bei den kleinen Anlagen, sind die Dreiflügler am weitesten verbreitet. 

Windrad mit zwei Flügeln

Vorteile und Nachteile

Vorteile von horizontalen Windkraftanlagen

  • Hoher Wirkungsgrad
  • Hohe Stromerträge und Wirtschaftlichkeit
  • Aufstellung auf hohem Turm oder Mast möglich

Nachteile von horizontalen Windenergieanlagen

  • Windnachführung notwendig

Technisch und wirtschaftlich das Maß aller Dinge

Die Menschheit baut seit rund 1.500 Jahren Windmühlen. Die verschiedensten Bauformen wurden entworfen und getestet. Auf den internationalen Kleinwind-Märkten konkurrieren die verschiedensten Modelle miteinander, so dass der Markt für eine Selektion sorgt. Stand der Technik sind horizontale Windräder. Das ist Ergebnis von Forschung und Entwicklung als auch eine Marktrealität.

Im regelmäßig aktualisierten Kleinwind-Marktreport wurden in der 2016er Ausgabe erstmals vertikale Kleinwindanlagen aufgenommen. Das zeigt, dass für Vertikalläufer durchaus Marktnischen vorhanden sind. In den Report werden nur Windturbinen aufgenommen, die definierte Qualitätskriterien erfüllen.

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