enbreeze - Kleinwindanlagen-Hersteller mit 10 kW Anlage

enbreeze GmbH – neuer Hersteller aus Deutschland stellt sich vor

enbreeze Kleinwindanlage 10 kW

Die enbreeze GmbH ist ein neuer Hersteller einer Kleinwindanlage mit 10 kW Leistung. Der große Rotor verspricht hohe Stromerträge im windschwachen Landesinneren. Das Berliner Startup-Unternehmen steht exemplarisch für die Innovationskraft der Kleinwind-Branche. Der Hersteller präsentiert sich auf der Messe HusumWind erstmals der Öffentlichkeit.

enbreeze GmbH

enbreeze LogoDie enbreeze GmbH mit zurzeit acht Mitarbeitern wird seit 2014 von der Elpro Industrieholding finanziert und hat in diesem Zuge ihren Hauptsitz nach Berlin verlagert. Seither besteht zwischen der Elpro GmbH und enbreeze eine strategische Partnerschaft. Die Geschäftsfelder der Elpro GmbH umfassen die Leit-, Automatisierungs- und Energietechnik.

Die technische Leitung liegt bei Jan Dabrowski, der im Jahr 2009 in einer Diplomarbeit am Karlsruhe Institut für Technologie die Grundlage für die Technologie zur Regelung der Kleinwindanlage gelegt hat. Mit der Entwicklung der 10-kW-Kleinwindanlage wurde im August 2013 begonnen, wobei auf Tests und Forschungen zu kleineren Prototypen zurückgegriffen werden konnte. Im Sommer 2015 wurde eine Kleinwindturbine für den Testbetrieb aufgestellt. Serienproduktion und Markteinführung der 10-kW-Anlage sind für das Jahr 2016 geplant.

Ergänzung vom 18.01.2018

Enbreeze hat das technische Konzept der Kleinwindkraftanlage im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Für den Generator wurde eine Leistung von 15 Kilowatt gewählt. Aktuelle Infos zur Windanlage und Markteinführung bitte auf der Seite des Herstellers nachlesen: enbreeze.com/

Kleinwindkraftanlage Nimbus 10 kW

Kleine Windkraftanlage als LeeläuferDie Alleinstellungsmerkmale der Nimbus 10 kW sind der große Rotor, die Regelungstechnologie sowie die Auslegung mittels aeroelastischer Simulation. Der besonders große Rotor im Verhältnis zur Generatorleistung verspricht hohe Erträge auch im Binnenland. Die Nimbus hat einen Rotordurchmesser von 11,5 m, das ist deutlich größer, als viele andere Modelle dieser Leistungsklasse. Beispielsweise hat die 10 kW Kleinwindkraftanlage des amerikanischen Herstellers Bergey einen Rotordurchmesser von 7 m. Je größer der Rotor, desto höher die Stromerträge bei schwachen Windverhältnissen, wie sie oft im Landesinneren vorherrschen.

Das Design der Rotorblätter wurde für hohe Erträge bei turbulentem Wind optimiert. enbreeze betont den leisen Betrieb der Anlage. Ein großer Rotor benötigt eine ausgefeilte Anlagenregulierung zur Lastreduktion. Für die Nimbus wurde eine passive Rotorblattverstellung entwickelt, welche die Rotorblätter bei starkem Wind ohne Elektronik aus dem Wind regelt. Der Spitzenwirkungsgrad des Rotors beträgt 52 %, das ist nahe am physikalisch möglichen Optimum.

Zur optimalen Auslegung wurde die Windanlage im Rahmen der Entwicklung mittels aeroelastischer Simulation abgebildet. Was bei großen Anlagen meist Standard ist, wird bei Kleinwindanlagen nur selten eingesetzt. Durch den Einsatz dieser Simulationen können die Betriebslasten erheblich gesenkt und Kostensenkungspotentiale ausgeschöpft werden.

Die Komponenten können in einem Container kostengünstig transportiert werden. Aufgrund des hydraulisch kippbaren Masts wird kein Kran für die Aufstellung benötigt.

Technischen Daten der Kleinwindanlage:

  • Modell: Nimbus 10 kW
  • Nennleistung: 10 kW
  • Nennwindgeschwindigkeit: 7,5 m/s
  • Rotor-Durchmesser: 11,5 m
  • Rotorfläche: 103,9 qm
  • Windausrichtung: Leeläufer
  • Masthöhe: 22 m
  • Leistungsregelung: passive Rotorblattverstellung

Technik-Trend: große Rotoren für Schwachwind-Standorte

Windkraftanlagen werden für konkrete Windverhältnisse entwickelt und optimiert. Ein Starkwind-Standort mitten im Meer stellt andere Anforderungen an die Windkraft-Technik, als ein Schwachwind-Standort im Binnenland. Entscheidend ist dabei die Größe des Rotors im Verhältnis zur Generatorleistung. Im windstarken Meer reicht ein vergleichsweise kleiner Rotor. Im Landesinneren mit schwächerem Wind benötigt man einen großen Rotor, um die Leistung des Generators abzurufen und viel Strom produzieren zu können.  Bei Multimegawattanlagen und Kleinwindkraftanlagen zeigt die technische Entwicklung der vergangenen Jahre einen Trend hin zur Maximierung der Rotorfläche. Dieses technische Konzept kann sich auszahlen, wie der deutsche Hersteller von Großwindkraftanlagen Nordex beweist. Im Jahr 2014 hat Nordex den Gewinn vervierfacht.

Auch einige Hersteller von Kleinwindanlagen wählen diese Strategie: Entweder es werden bestehende Windgeneratoren mit größeren Flügeln ausgestattet, oder es kommen neue Modelle mit besonders großem Rotordurchmesser auf den Markt. Das Potenzial an geeigneten Kleinwind-Standorten im Landesinneren wächst dadurch erheblich.

enbreeze auf der HusumWind:
Die Windenergie-Messe in Husum findet vom 15.09. bis 18.09.2015 statt.
Stand: Elpro GmbH
Halle 1 – Stand 1D09C

enbreeze im Internet:
www.enbreeze.com