Die Genehmigung von Kleinwindanlagen bis 10 Meter Höhe soll in Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Novelle der Landesbauordung erleichtert werden. Mit einer Umsetzung der neuen Regeln wird im Herbst 2013 gerechnet.
Bislang waren Kleinwindkraftanlagen bis 10 m Nabenhöhe (Rotormitte) nur im baurechtlichen Außenbereich mit einer Verfahrensfreistellung bedacht. Der Windgenerator konnte somit im ländlichen Bereich ohne Baugenehmigung und Benachrichtigung des Bauamts aufgestellt werden. Was für ländliche Gebiete gilt, soll bald auch für alle anderen Gebiete zählen. Mit einer Ausnahme: In reinen Wohngebieten wird die Genehmigungspflicht nicht entfallen.
Für die Betreiber kleiner Windanlagen als auch für die Mitarbeiter in den Bauämtern ist diese bürokratische Entschlackung prinzipiell erfreulich. Potentielle Betreiber sollten allerdings die Prüfung des Windenergiepotenzials auf dem eigenen Grundstück nicht vergessen. In 10 Meter Höhe sind in bebauten Gebieten im Binnenland die Windbedingungen oft nicht ausreichend für den Betrieb eines Kleinwindrads. Aussichtsreiche Standorte könnten an westlichen Randlagen oder an sehr exponierten Standorten bzw. Hanglagen anzutreffen sein.