Kleinwindanlage treibt Auto gegen den Wind an

Kleinwindanlagen auf Autos montieren und gegen den Wind fahren

Ein Kleinwindkraft-Auto, das gegen den Wind fährt, kann das funktionieren? Aber sicher, wie ein in Holland ausgetragener Wettbewerb unter Hochschulen zeigt. Ziel ist die Entwicklung eines möglichst effizienten Gegenwindfahrzeugs.

Integrierte Solarstromanlagen als autarke Kraftquelle für Autos und Flugzeuge sind in aller Munde. Aber auch ein Rotor auf dem Fahrzeug kann die notwendige Energie bereitstellen. Die Herausforderung ist besonders groß, wenn der Antriebswind gleichzeitig Gegenwind ist.

Schon zum achten Mal findet mit dem „Racing Aeolus Den Helder“ eines der größten Rennen für nachhaltige Mobilität weltweit statt. Der Clou dabei: Alleine die Windenergie darf als Antriebsquelle genutzt werden. Nichts Besonderes, mag man meinen, schließlich nutzen die Menschen schon seit Jahrtausenden Segelschiffe. Das Außergewöhnliche an diesem Wettbewerb: Man muss gegen den Wind fahren. Das Motto: Mit dem Wind gegen den Wind. Ein Segelschiff muss da passen.

Ausgetragen wird das Rennen im holländischen Städtchen Den Helder auf einem windstarken Deich. Die Herkunft der Hochschulteams: 4 aus Holland, 3 aus Deutschland und je eines aus Dänemark, der Türkei und Kanada. Neben der Universität Stuttgart nehmen die Hochschulen aus Kiel und Emden-Leer teil.

Gegenwindfahrzeuge - Mit Kleinwindkraftanlage Autos antreiben

Hochschulteams und ihre Gegenwindfahrzeuge – Gruppenbild eines vergangenen Wettbewerbs (Foto: windenergyevents.com)

Die Ermittlung des Gewinners basiert auf einem Effizienzwert. Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs (Vcar) wird in Relation zur mittleren Windgeschwindigkeit (Vws) gesetzt: Vcar / Vws. Die Messung erfolgt auf einer Distanz von 500 Metern auf der insgesamt 5,3 km langen Rennstrecke. Der Rekord wurde  letztes Jahr durch das Team aus Kanada erzielt und ist eine anspruchsvolle Messlatte: 96,9 Prozent.

Bei der Konstruktion der Fahrzeuge werden elektrische und mechanische Antriebskonzepte verfolgt. Das Team von der Universität Stuttgart hat beispielsweise in den letzten Jahren auf einen rein mechanischen Antriebsstrang gesetzt. Im neuen Fahrzeug, dem Ventomobil, kommen für das Jahr 2015 zwei Rotoren als Hybridtechnologie zur Geltung. Mittels eines Planetengetriebes wird die elektrische und mechanische Leistung im Triebstrang zusammengeführt. Dadurch versprechen sich die Studenten einen besseren Wirkungsgrad.

Der Wettbewerb findet vom Donnerstag 20.08. bis Samstag den 22.08. statt.

Wettbewerb „Racing Aeolus Den Helder“
http://www.windenergyevents.com/

Universität Stuttgart: InVentus
http://www.inventus.uni-stuttgart.de/
Facebook: https://www.facebook.com/InVentus
Wettbewerbsseite:  http://www.windenergyevents.com/teams/inventus-stuttgart-germany/

Fachhochschule Kiel: Baltic Thunder
http://fh-kiel.de/index.php?id=balticthunder
Wettbewerbsseite: http://www.windenergyevents.com/teams/baltic-thunder-kiel-germany/

Hochschule Emden-Leer: Aeolus
http://www.hs-emden-leer.de/forschung-transfer/projekte/studentische-projekte/aeolus.html
Wettbewerbsseite: http://www.windenergyevents.com

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