Bürger-Energiewende: Private Investitionen in Erneuerbare Energien trotz Meinungsmache

Bürger-Energiewende
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Kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag verschärft sich der Ton beim Thema Energiewende und Erneuerbare Energien. Man reibt sich die Augen, wie destruktiv und einseitig in renommierten Medien über Erneuerbare Energien und EEG berichtet wird. Der Blick auf das Wesentliche geht verloren. Doch die Bürger werden weiter in Erneuerbare Energien und Optimierung des Eigenverbrauchs investieren.

Private Investitionsentscheidungen und Recht auf eigene Energieerzeugung

Die Energiewende und der Umstieg auf Erneuerbare Energien werden zu einem Großteil durch die Bürger und deren private Investitionsentscheidungen gestaltet. Definitiv abgeschlagen sind die großen Energieversorger, denen nur rund 5 % der regenerativen Energieanlagen gehören, wie in einem Beitrag von Prof. Quaschning erwähnt wird. Kein Wunder, dass mit aller Lobbymacht versucht wird, den Erneuerbare Energien das Leben schwer zu machen.

Warum investieren private Hausbesitzer in Erneuerbare Energien? Wichtige Motive sind Umwelt- und Klimaschutz, der Wunsch unseren Kindern eine intakte Umwelt zu hinterlassen. Auch der Wunsch nach Autarkie bzw. Optimierung der Eigenenergieerzeugung sowie Unabhängigkeit von den öffentlichen Versorgern spielen eine Rolle. Wirtschaftlichkeit oder gar Rendite stehen oft nicht alleine an erster Stelle. Rechnen die Käufer eines neuen Hauses mit spitzer Feder nach, ob die Wärmegestehungskosten der Solarkollektoren über 20 Jahre gesehen niedriger sind als der Gaskessel? Nein, vielen entscheiden so: Wenn ich eine geeignete Lage des Daches habe und mit der kostenfreien Sonnenwärme den CO2-Ausstoß verringern kann, dann investiere ich.

Bei vielen privaten und gewerblichen Interessenten für Kleinwindkraftanlagen ist die Motivlage ähnlich: Wenn ich eine windstarke Lage habe, dann produziere ich eigenen Windstrom zum Eigenverbrauch und kann damit perfekt meine PV-Anlage ergänzen. Denn nachts und im Winter ist das Windrad produktiv.

Dieses Recht auf eigene Energieerzeugung mittels Erneuerbare Energien und die dadurch angestoßenen privaten Investitionen sind ein zentraler Pfeiler der Energiewende. Ein wichtiger Trend ist dabei die Erhöhung des Eigenverbrauchs. Für Kleinwindkraftanlagen gilt das seit jeher, da der Einspeisetarif für Kleinwindstrom schon immer zu niedrig d.h. unwirtschaftlich war. Selber Windstrom produzieren und verbrauchen lautet die Devise.

In der Berichterstattung gegen Erneuerbare Energien werden die Argumente immer grotesker: Wer in Erneuerbare Energien und Erhöhung des Eigenverbrauchs investiere handle unsolidarisch, da er weiterhin auf das öffentliche Netz angewiesen sei, sich aber nicht mehr an den Netzentgelten beteilige. Nach dieser Logik ist Stromsparen auch asozial, da ebenfalls weniger Strom aus dem Netz bezogen wird. Bei der schrittweisen Transformation in ein stark dezentral geprägtes Energieversorgungssystem wird es Anpassungen geben, das gilt auch für die Finanzierung des Stromnetzes. Erneuerbare Energien müssen so gut wie möglich vor Ort erzeugt und verbraucht werden, das ist der Kern der Bürger-Energiewende.

Die Energieblogger schärfen den Blick für das Wesentliche

Energiewende nicht verschlafenUnser Umwelt- und Klimaproblem ist ein Energieproblem. Allerspätestens Fukushima hat gezeigt, dass auch Atomkraft nicht die Lösung sein kann. Wir sind es nachfolgenden Generationen schuldig auf 100% Erneuerbare Energien umzustellen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Verschärfung der Situation in Fukushima wirkt die öffentliche Debatte gegen Erneuerbare Energien in Deutschland besonders grotesk.

Als ein Gegenpol zur öffentlichen Meinungsmache seien hier einige Quellen empfohlen, die sich differenzierter mit der Energiewende beschäftigen, an erster Stelle die zahlreichen Berichte der Energieblogger:

Energieblogger:
Energieblogger-Beiträge zur Bundestagswahl 2013

Prof. Dr.-Ing. Volker Quaschning auf Top50 Solar:
Deutschland entfernt sich immer mehr von der Energiewende

Sunny – SMA Corporate Blog:
Energiewende – Was wollen die Parteien?

Milk the Sun Blog:
Vier Fragen an Prof. Dr. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer ISE

Proteus Solutions:
Deutschland wählt erneuerbar: 93 Prozent der Bürger für zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien

Sustainment’s Blog, Gastbeitrag von Prof. Dr. Rainer-W. Hoffmann:
Den Meinungsmachern auf der Spur

Fazit

Die Investition in und Nutzung von Erneuerbaren Energien vor Ort ist ein wesentlicher Pfeiler der Energiewende. Das gilt für dezentrale Anlagen der Strom- und Wärmeerzeugung gleichermaßen. Der Weg zu einer Energieversorgung basierend auf 100% Erneuerbaren Energien wird zu einem beträchtlichen Teil durch das Engagement privater Haushalte getragen. Daran wird auch die vor der Bundestagswahl angestoßene Kampagne gegen Erneuerbare Energien langfristig nichts ändern.

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