Kleine Windkraftanlagen: Aus Fehlern lernen und Ärger vermeiden

Aus Fehlern lernen damit kleine Windkraftanlagen keinen großen Ärger verursachen

Fehler beim Kauf eines Windrads können oft vermieden werden

Anhand eines akuten Falls aus Norddeutschland kann man typische Muster und Fehler erkennen, die bei den Käufern einer Kleinwindanlage zu einer Enttäuschung führen. Ein Hersteller vertikaler Windkraftanlagen kann mit mehreren seiner Turbinen die an die Technologie gesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Käufer können sich vor solchen Fällen schützen.

Über 12.000 Euro kostet die Kleinwindanlage mit vertikaler Achse in Form eines H-Rotors. Mehrere Hausbesitzer entscheiden sich für den Kauf dieser Anlage, um einen Großteil des eigenen Strombedarfs umweltfreundlich zu erzeugen. Der Hersteller verspricht eine jährliche Stromproduktion von rund 4.500 Kilowattstunden. Als Verkaufsargument wird der für vertikale Anlagen typische leise Betrieb, aber auch ein geringer Wartungsbedarf hervorgehoben.

Leider stellt sich das Gegenteil ein: Kurz nach Inbetriebnahme tauchen die ersten Defekte auf. Die Anlage steht größtenteils still. Nach Behebung der vermeintlichen Fehler läuft die Anlage zwar, produziert aber nicht annähernd so viel Strom, wie vom Hersteller angegeben. Insgesamt macht die Technik einen nicht ausgereiften Eindruck, ein durchgehend zuverlässiger und ertragsstarker Betrieb rückt in weite Ferne.

Der Hersteller schiebt die Probleme auf Zulieferfirmen, deren Bauteile Fehler aufweisen und den unzuverlässigen Betrieb zu verantworten haben. Ob die Fehler nun bei den Zulieferern zu suchen sind oder aus Konstruktionsfehlern der Kleinwindanlage an sich resultieren sei dahingestellt. Auch bei Automobilkonzernen sind nach der Produktion auftretende Konstruktionsfehler keine Seltenheit. Teure Rückrufaktionen können durch diese finanzstarken Unternehmen allerdings leicht gestemmt werden.

Die Hersteller-Landschaft in der Kleinwind-Branche ist sehr breit gefächert. Die starke Dynamik der Branche wird nicht zuletzt durch junge und innovative Unternehmen getragen, die mit neuen Modellen auf den Markt kommen. Teilweise befinden sich die Anlagen noch in der Pilotphase, werden aber im Markt schon angeboten.

Ein Großteil der am Markt angebotenen Kleinwindanlagen funktioniert zuverlässig. Negative Beispiele wie das des Herstellers aus Norddeutschland können aber immer wieder vorkommen. Käufer sollten sich deshalb vor unliebsamen Überraschungen schützen. Dabei gilt vor allem hinsichtlich der Hersteller-Angaben: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Vor dem Kauf einer Anlage muss der Aufstellungsort kritisch geprüft werden. Bei einer geringen mittleren Jahreswindgeschwindigkeit am Standort wird das Windrad nicht die erwarteten Erträge abwerfen.

Was man vor dem Kauf einer Kleinwindanlage beachten muss, können Sie hier nachlesen:


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